„Home Office“ muss auch bei der Verwaltung Normalität werden

In dem jüngst überarbeiteten Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird erneut die Wichtigkeit des „Home Office“ betont. Überall dort, wo es nicht ausdrücklich notwendig ist, sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze nach Hause verlagern. In der Mülheimer Verwaltung scheint man von diesem Konzept noch nicht überzeugt zu sein.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Wietelmann stellt dar, warum hier ein Umdenken stattfinden muss: „Auch ein Jahr nach Beginn der Pandemie pendelt ein Großteil der über 3.000 Angestellten der Mülheimer Verwaltung noch täglich zur Arbeitsstelle. Dies widerspricht Forderungen der Virologen und den Entscheidungen aus Berlin und Düsseldorf.
Aus diesem Grund appelliert die Mülheimer SPD-Fraktion an Oberbürgermeister Marc Buchholz. „Innerhalb der Verwaltung muss dieses Thema nun dringend forciert werden. Eine Präsenz in den Behörden darf nur gefordert werden, wenn die zuständigen Abteilungsleitungen diese nachvollziehbar begründen. Ansonsten bleibt es gegenüber Wirtschaftsunternehmen schwer begründbar, warum diese die geltenden Regelungen umsetzen müssen, während sich öffentliche Dienste verweigern. Es darf nicht sein, dass einer der größten Arbeitgeber der Stadt nicht als gutes Vorbild vorweg geht“, stellt Wietelmann fest.

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