SPD: Einsatz von Luftfiltern an Schulen prüfen

Mit der beginnenden kalten Jahreszeit stellt sich an den Mülheimer Schulen die Frage, wie der notwendige Luftaustausch in den Schulräumen zur Verhinderung der Übertragung von Coronaviren über Aerosole in der Raumluft zu bewerkstelligen ist. Die bisher praktizierte Lüftung der Räume führt angesichts sinkender Außentemperaturen möglicherweise zu einem Anstieg von Erkrankungen sowohl bei Schülern wie auch beim Lehrpersonal. Mit Sicherheit wird es zu einem exorbitanten Anstieg der Heizkosten kommen, wenn etwa alle 20 Minuten die Raumluft gegen Frischluft von draußen ausgetauscht wird. Anschließend wird diese wieder aufgeheizt, um 20 Minuten später wieder gegen Kaltluft ausgetauscht zu werden. Das ist sowohl umwelt- als auch energiepolitisch verheerend.

Vor diesem Hintergrund macht es wahrscheinlich Sinn, mobile Luftfilteranlagen in den Klassenräumen einzusetzen. „Diese Geräte scheinen in der Lage zu sein, innerhalb kurzer Zeit auch größere Räume von Aerosolen zu reinigen und so eine eventuelle Übertragung von Coronaviren zu verhindern. Ein Hersteller in Neukirchen-Vluyn verspricht, dass seine Filter 99,95% der Aerosole abfangen. Damit würden diese Infektionen über Aerosole weitestgehend vermieden“, so SPD-Bildungspolitiker und Ratsmitglied Norbert Mölders. Die Kommune Neukirchen-Vluyn hat solche mobilen Luftreinigungsgeräte jetzt für alle Schulen und städtischen Kitas bestellt.

Die SPD-Fraktion fordert daher die Prüfung des Einsatzes solcher Filteranlagen im Stadtgebiet. Mölders: „Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass die Anschaffung solcher Geräte mit erheblichen Kosten verbunden ist. Aber die Gesundheit der vielen Menschen im Bildungsbereich sollte im Vordergrund stehen. Außerdem sind sie im Betrieb wahrscheinlich deutlich günstiger als die Energiekosten für das ständige Lüften, Abkühlen und Aufheizen der Klassenräume.  Zusätzlich muss man prüfen, ob solche Investitionen derzeit nicht von Bund oder Land gefördert werden können.“

Darüber hinaus gebe es noch weitere Vorteile. „Der Einsatz von Luftfiltern verhindert wahrscheinlich zusätzlichen krankheitsbedingten Unterrichtsausfall, eventuelle berufliche Ausfall- und Quarantänezeiten enger Verwandter der Schülerinnen und Schüler im Krankheitsfall usw.. Das ist in der momentanen Situation sowohl menschlich als auch wirtschaftlich von erheblichem Wert!“, stellt Mölders fest. Er kündigt daher eine entsprechende politische Initiative der SPD-Fraktion für die neue Ratsperiode an.

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