Scheitern der FWH Transfergesellschaft fatales Zeichen für Beschäftigte

Auf die neuesten Berichte zum drohenden Scheitern der Transfergesellschaft der Friedrich-Wilhelms-Hütte blickt die Mülheimer SPD-Fraktion mit großer Sorge. Bereits die Ankündigung der Schließung des Eisengussbetriebs ist aus Sicht der Sozialdemokraten ein großer Verlust für den Wirtschaftsstandort Mülheim. Nun droht ein geregelter Übergang für die Entlassenen zu scheitern, da der Mutterkonzern, die GMH-Gruppe, kurzfristig ein Darlehen zur Einrichtung einer Transfergesellschaft abgelehnt hat.

Margarete Wietelmann, designierte Vorsitzende der SPD-Fraktion, kommentiert die neue Entwicklung: „Es ist schockierend, dass sich die Georgsmarienhütte GmbH von ihrem Unterstützungsversprechen distanziert und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen geregelten Übergang in ihr zukünftiges Berufsleben verwehrt. Erst das Angebot zu machen und dieses dann kurz vor Schluss zurückzuziehen, spricht von ganz schlechtem Stil. Die GMH muss ihrer Verantwortung gerecht werden und den Beschäftigten eine abgesicherte Übergangsphase bieten!
Drohende Klagen der gekündigten Mitarbeiter könnten dazu führen, dass auch die verbleibende Stahlgießerei und damit der gesamte Traditionsstandort Mülheim geschlossen wird.

Ich bekräftige nochmals die Auffassung der SPD-Fraktion, dass es in Mülheim an Industriearbeitsplätzen fehlt. Für das entlassenen Arbeitnehmer gibt es so gut wie keine Alternativen in unserer Stadt. Mit viel Glück finden sie neue Jobs in den Nachbarstädten. Reine Solidaritätsbekundungen helfen ihnen nicht weiter. Der neue Rat muss sich auch die Frage stellen, wie diesen Menschen eine Perspektive gegeben werden kann.

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